Leben mit Warhammer

Tagebuch einer Spielerfrau

Manchmal

Ja, manchmal ist es einfach das Beste, was man tun kann. Für alle Beteiligten. Für den Frieden und die Ruhe. Für die Freude am Spiel.

Was es ist, was man tun kann, ja was man tun sollte?

Nun,mein Mann hat vor 2 Jahren angefangen, Space Marines zu spielen. Voller Enthusiasmus hat er die Minis gekauft und mit viel Liebe zum Detail bemalt.

Doch bereits beim ersten Spiel fiel etwas auf: Sein sonst so bahnbrechender Erfolg in der Schlacht wollte sich einfach nicht einstellen….

Kann ja mal passieren, jeder Warhammer-Spieler kennt es, das man das Glück einfach mal zu Hause gelassen hat.

Doch so oft er sich bemühte, er schaffte es einfach nicht, seine Truppen zum Sieg zu führen.

Edit: Mein Mann hat mir völlig entrüstet mitgeteilt, das er durchaus auch mal gewonnen hat, aber halt alles sehr krampfig und daher total spaßlos.

Das fiel sogar schon seinen Kumpels auf. Er wurde diverse Male darauf angesprochen, das er einfach nicht diesen „Biss“ hatte, wenn er mit den Space Marines antrat. Wenn er jedoch mit seinen Dark Angels antrat, dann hat er heroische Schlachten geschlagen und gute Laune versprüht.

Er hat sich wirklich viel Zeit genommen, seine Truppen besser kennenzulernen, um sie in der richtigen Art und Weise zu führen.

Aber egal, was er tat, es wollte sich einfach keine Einheit zwischen ihm und seinen Mannen einstellen. Es gab nicht dieses „Wir“-Gefühl, dieses grenzenlose Vertrauen, das der Sieg nur noch eine Frage der Zeit sei und man ihn gemeinsam erreichen würde.

Was sollte er tun? Wie sollte er die Situation für alle Beteiligten zum Guten wenden?

Er tat, was getan werden mußte: Er entließ sie!

Er übergab sie einem neuen Kommandeur, bzw. gleich zweien, die sich gemeinsam den Truppen widmen und sie auf Vordermann bringen wollen.Denn manchmal passen Truppen und Befehlshaber einfach nicht zusammen…

Von Zeit zu Zeit wird er nach selbstverständlich Ihnen sehen, um sich zu vergewissern, das es ihnen gut geht und sie endlich ruhmreich sein können.

So lebt denn wohl, ihr tapferen Space Marines! Mögen eure neuen Oberbefehlshaber genauso viel Potenzial in euch sehen wie euer alter und euch zu großen Siegen führen!

Liebe Spielerfrauen

Ich selbst bin jetzt sieben Jahre mit meinem Mann verheiratet und kenne ihn so um die zehn Jahre näher. Ich weiß daher ganz genau, das es nicht immer einfach ist, mit dem Hobby Warhammer 40k/Fantasy klarzukommen, da es wirklich sehr zeitaufwendig ist.

Ich muß zugeben, als ich merkte, das mein Schatz richtige Freundschaften mit den Clubmitgliedern geschlossen hatte, war ich recht eifersüchtig. Ich war der Meinung, sie würden mir meinen Mann wegnehmen.Wenn ich nur die Namen hörte, kam mir leise der Qualm zu den Ohren rausgekrochen…

Doch dann hat mein Mann mich überredet, doch mal mitzukommen und mir die Jungs mal anzusehen. Und auch wenn ich mich innerlich versucht habe zu sträuben, bin ich doch deren jungenhaften, frechen Art erlegen.

Klar mag ich nicht alle, aber die meisten find ich echt nett und sie sind alle immer freundlich zu mir und beziehen mich ein, soweit es als Nicht-Spielerin halt geht.

Ihr müßt wirklich einen Weg finden, euch mit dem Hobby zu arrangieren!!

Warum ich das Thema überhaupt anspreche?

Nun, wir waren vor kurzem zu fünft (mit unserem Sohn) zum 10jährigen Jubiläum von einem Games Workshop hier in Hamburg. Da der Laden praktischerweise neben einer Eisdiele ist, habe ich die Jungs überredet, das wir uns ein schönes,dickes Eis genehmigen. Als wir -völlig zufrieden mit uns selbst- an unseren Kaltspeisen schleckten, kam eines der Clubmitglieder mit seiner Freundin um die Ecke.

In dem Moment, als sie uns sah, wurde es eisig kalt um uns.Die Sonne verkroch sich hinter die Häuserfront und wagte sich nicht wieder raus.

Wir begrüßten beide freundlich/fröhlich und während wir anderen locker miteinander schnackten, merkte man wie sich die Freundin immer weiter versteifte.

Die Jungs redeten über die nächsten Turniertermine. DAS war das Ende!

Dummerweise haben sich fast alle für die ersten beiden Wochenenden im Juni für Turniere eingetragen. Als sie mitbekam, das auch er sich für beide Termine eingetragen hatte, sagte sie mit versteinerten Gesicht : Super, dann ist ja der ganze Juni gelaufen!

Soweit mir bekannt ist, hat der Juni in jeder Zeitzone und in jeder Nation 4Wochen und somit auch 4 Wochenenden….

Ich gebe zu, auch ich finde es schöner, wenn die Termine weiter auseinander liegen, aber an diesem Tag habe ich eines beschlossen: Ich werde nicht mit meinem Mann rumzicken, wenn es um das Thema Warhammer geht, vor allem nicht vor den anderen.

Ich fand es sehr unangenehm und ich hoffe, das ich früher nicht so….. ja, ich muß es so schreiben…. blöd zu den Jungs gewesen bin.Wenn doch, so bitte ich vielmals um Entschuldigung!!!

Und seht es doch mal so: Wenn eurer Partner kein Warhammerspieler wäre, sondern statt dessen zum Beispiel ein totaler Fußballfan, dann hättet ihr Grund zur Klage! Denn dann gäbe es jedes Wochenende ein Spiel und zwar auch auswärts, dazu kämen noch die Clubtreffen und der Stammtisch.

Also, liebe Spielerfrauen, arbeitet nicht gegen eure Partner, sondern mit ihnen!

Und so beginnt es…

Das große Projekt „Erweiterung und Renovierung der Clubräume“ hat begonnen.

Nachdem sich die Männer zusammengesetzt haben und sich gemeinsam überlegt haben….

Naja, seien wir mal ehrlich: Es waren nicht alle Mitglieder beim Ausknobeln der neuen Anordung der Regale, Tische etc. dabei. Aber alle wollen sich fleißig bei der Ausführung beteiligen!

So haben am letzten Wochenende zwei tatkräftige Jungs in dem zukünftigen „Schaffensraum“, auch als Malraum bekannt, mit der Renovierung begonnen.

Heißt, auf zum Baumarkt, dem weltweit anerkannten Männerparadies, und Farben, Putz und dazugehörige Materialien gekauft.

Nachdem sie dann so circa die Hälfte des Raumes schön sauber gestrichen hatten, kam ihnen auf einmal ein Placken Farbe entgegen. Na, kann ja mal passieren.Doch schnell gesellten sich andere, noch größere Placken dazu, bis so ziemlich alles wieder runter war. Oh, welch Freude!

Als sie sich die Wand etwas näher betrachteten, sahen sie, das der ganze Raum mit Kalksandstein versehen ist/war. Um ganz sicher zu sein, riefen sie den Besitzer der Kellerräume an und fragten ihn, ob er darüber Bescheid wüßte. Die prompte Antwort: Ja, jetzt wo ihr es sagt…..

Aber sowas schockt unsere Jungs nicht! Sie haben sich mit Schwamm und Pinsel bewaffnet und alle Wände abgewaschen.Stundenlang!!

Danach sieht der Raum jetzt so aus:

bla1bla21

Sieht noch etwas traurig aus, oder? Wird aber klasse!!!!

Der Raum wird in den Farben des Clublogos gestrichen, zumindest mehr oder weniger,die untere Hälfte des Raumes wird in einem schönen blau gestrichen, während der obere Teil hell bleibt.Abgerundet wird das Ganze mit einer schicken Zierleiste, die die beiden Farben voneinander „trennt“.

Der Raum wird dann nicht nur zum malen der Minis benutzt, sondern soll auch als Treffpunkt dienen, wo sich der eine bei dem anderen noch ein paar gute Tricks abschauen kann. Super Idee! Ich denke, das wird bestimmt klasse und natürlich werde ich weiter berichten!

Wenn Männer eine Idee haben

… Dann kann man meistens gar nicht so schnell mitkommen, wenn sie aus Theorie Praxis werden lassen!

Kennt ihr das auch? Erst ist es nur so ein Satz, der in den Raum gestellt wird. Normalerweise kein Problem, doch wenn dieser Satz in Gegenwart von Gleichgesinnten fällt, wird aus einer harmlosen Aneinanderreihung von Wörtern sofort eine detailierte Ausarbeitung eines Planes.

So auch in diesem Fall: Die Jungs treffen sich ja immer im „Bunker“, das ist ein Kellerraum, wo ein paar Platten, Vitrinen und ein paar Stühle Platz haben.

Jetzt hat der Besitzer des Kellers die folgenschwere Aussage gemacht, das er die Kellerwände rausreißen will, damit mehr Platz ensteht. Soweit okay, da die anderen Kellerräume auch ihm gehören. Nun sind am Samstag gleich ein paar von Jungs angerückt und haben den Keller schon mal grob auseinander genommen. Die alten Drahtzaun-Abgrenzungen wurden rausgerissen und gleich auf den Recyclinghaufen geworfen. Nicht, das man sich das doch nochmal anders überlegen kann :o)

Alle Geländestücke für die Platten wurden sorgsam eingepackt und in Sicherheit  gebracht, was gut ist, den der Club ist bekannt für seine Platten und Geländestücke!

Die Platten wurden ordentlich in einen Nebenraum gebracht, damit auch sie das Ganze schadlos überstehen. Und nun kann es eigentlich zur Sache gehen.

Es soll ein seperater Raum mit mehreren Malstationen eingerichtet werden, mit Regalen, wo jedes Clubmitglied seine „nackten“ Miniaturen etc. vorübergehend lagernd kann.

Ich bin wirklich schon sehr gespannt, wie das ganze weitergeht. Ich werde noch ein paar „Vorher/Nacher-Fotos“ machen, damit man das Ausmaß des Ganzen besser begreifen kann ;o)

Vielleicht sollten wir auch noch kurz eine Gedenkminute für die Kellerwand verstreichen lassen, denn ich fürchte, das sie diesen Monat nicht mehr überstehen wird, wenn überhaupt diese Woche! Ihr wisst ja, wenn Männer sich erstmal etwas in den Kopf gesetzt haben, dann wird das im Handumdrehen in die Tat umgesetzt!

Also, Leb wohl, alter, muffeliger Keller! Und Herzlich Willkommen, neues Warhammer 40k-Spieler Paradies!

Generationskonflikt

Letztes Wochenende hat die Northguard, ein Hamburger Warhammer 40k Club, wieder ein riesiges Turnier veranstaltet. Es waren über 50 Spieler an zwei Tagen zusammen gekommen, um sich mit viel Spaß gegenseitig von der Platte zu fegen.

Ich habe ja schon öfter erwähnt, das ich davon fasziniert bin, welch unterschiedliche Typen oder Charaktere dabei anzutreffen sind.

Diesmal fiel mir aber auf, das es auch vom Alter her eine recht große Bandbreite gab. Der Jüngste war, wenn ich keinen übersehen habe, 13 Jahre alt und der Älteste ist mitte 40.

Doch jeder hatte seinen Spaß und niemand wurde ausgegrenzt oder als „zu Jung“ oder „zu Alt“ abgespeist. Egal, welche Spieler für ein Battle ausgewählt wurden, es passte immer.

Okay, so ein gestandener Mann hat mehr mit sich zu kämpfen, wenn er gegen einen Jüngling verliert, aber auch so etwas stärkt den Charakter :o))

Auch während der Pausen, waren alle immer auf einem Haufen und hatten ihren Spaß und so etwas sieht man doch eher selten. Meistens ist es doch so, das sich die jungen Leute in eine Ecke verziehen und die älteren Herrschaften in die andere, doch hier war alles eine Einheit.

Von dem sogenannten „Generationskonflikt“ war keine Spur zu merken. Vielleicht, weil man das Ganze eher sportlich sieht?

Auch wenn mal während des Spiels dem einen oder anderen die Manieren abhanden kommen, wenn es für ihn  nicht so gut läuft, nach dem Spiel ist das alles wieder vergessen und man teilt sich eine leckere Bockwurst ;o)

Das einzige, wobei die Bubis unter den Kerlen „ausgegrenzt“ werden, sind die Trinkrunden, was auch zeigt, das bei allem Spaß nie die Verantwortung den Knirpsen gegenüber vergessen wird.

Und trotzdem oder gerade weil es dort diese ausgewogene Art und Weise des Miteinanders gibt, hat jeder seinen Spaß, egal wie jung oder alt er ist!

Schon gewusst?

Mein Mann und sein Kumpel haben sich wie bereits erwähnt jeweils eine Warhammer Fantasy Armee zugelegt.

Nun haben sie ein paar Testspiele durchgeführt, um erstmal zu sehen, was ihre Jungs so drauf haben und wie genau sie die Armeen aufbauen wollen.

Aus diesem Grund haben sie Ausnahmsweise mal mit größtenteils unbemalten Figuren gespielt, was normalerweise ein absolutes „No-Go“ für die beiden ist.Aber harte Zeiten erfordern nun mal harte Schritte….

Nachdem sie ein paar Spiele durch hatten (und mein Mann meistens verloren hatte), haben sie darüber diskutiert bzw. philosophiert, wieso das Würfelglück auf beiden Seiten so stark abgenommen hat.

Lag es an der doch stark spartanischen Platte?

Waren die Würfel nach unzähligen Schlachten  müde geworden?

Lag es an der zu frischen Umgebungsluft?

Nun, obwohl das alles interressante Überlegungen waren, wurden sich doch beide schnell einig, das es nur einen einzigen Grund geben konnte:

Die Armeen wurden einfach „blank“ in die Schlacht geführt! So etwas geht einfach nicht! Alle Krieger standen da grau in grau einander gegenüber und sollten sich heroisch in die Bresche schlagen, doch was hatten die Heeresführer getan, um sich diese Loyalität zu verdienen?

Die Kämpfer waren nicht mit sich selbst im reinen, sie hatten einfach noch nicht ihr inneres „Chi“ gefunden.

Normalerweise wird beim Prozess des Anmalens eine Beziehung zu der Figur hergestellt, mit jeder neuen Farbnuance und jedem Akzentuieren werden die Vorzüge des einzelnen Kämpfers herausgestellt und die Truppenmoral enorm erhöht.

Wie soll das funktionieren, wenn dieser unbedingt notwendige Prozess ausgelassen wird?

Grenzt das nicht schon an Barbarei?

Wie kann man von seinen Kämpfern alles ab verlangen, wenn man nicht alles gegeben hat?

Also merkt euch, die Siegeschancen steigen immer prozentual zum Maleinsatz. Wollt ihr heroische Siege? Dann kümmert euch um eure Jungs!!!!

Hintergrundmusik

Etwas, worauf mein Schatz bisher immer geachtet hat, war eine angemessene musikalische Untermalung seiner Spielsessions.

Kennt ihr das auch? Das extra für eine Runde „Figurenschieben“ vorher die passende CD rausgesucht und eingelegt wird?

Am Anfang hat er sehr oft mit seinem Bruder gespielt und jedesmal lief im Hintergrund „epische“ Musik. Es kam auch schon mal vor, das für den Höhepunkt der Schlacht kurz unterbrochen wurde und ein,zwei Lieder weiter gespult wurde, damit auch ja das richtige Lied lief.

Was für Musik ist da passend? Man muß da sehr aufpassen, damit man sich nicht vergreift…

Es wurden so heroische Soundtracks wie „Gladiator“ , „Black Hawk Down“ oder „Star Wars“ gespielt und immer wieder gaben sie sich gegenseitig die Bestätigung, das das gerade laufende Lied die absolut perfekte Untermalung sei.

Gut, heute ist das etwas anderes.Wenn sich die Jungs alle treffen, sind es so an die 15-20 Männer, da sind die Geschmäcker sehr verschieden. Meist läuft da dann doch eher „Mainstream-Musik“ , damit jeder etwas davon hat.

Und je nach Party-Laune wird dann auch entschieden, was läuft, von Episch bis Ballermann ist fast alles dabei…

Wenn sich mal 2-3 Jungs bei uns treffen, kann es sogar passieren, das unser kleiner Bio-Titan die Musikauswahl trifft. Da kann es schon mal sein, das der Held zu Balu´s  „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ angreifen darf. Was ja auch nicht schaden kann, denn es heißt ja : In der Ruhe liegt die Kraft!

Ich muß aber trotz aller Schmunzelei zugeben, das ein Spiel wirklich sooo spannend sein kann, das die Musik einen da noch zusätzlich mitreißt.

Also, wenn ihr ein spannendes Spiel noch spannender machen wollt, dann überrascht euren Gegner doch mal mit heroischen Klängen aus den Lautsprecherboxen!

Bienchen

Nein, es geht hier nicht um Bienchen und Blümchen! Ich habe auch nicht meine Leidenschaft für das Imkern entdeckt.Ich bin zwar dafür, das der Winter endlich vorbei ist, aber ich kann auf die Bienchen verzichten…

Was das Thema dann zu bedeuten hat?

In meinem letzten Post hatte ich ja darüber geschrieben, das mein Mann eine Warhammer Fantasy-Armee aufgestellt hat. Er hat sich die Chaoskrieger ausgesucht und hat sich da ein paar mächtig böse Typen gekauft, die allesamt bis an die Zähne bewaffnet sind. Sie strotzen nur so vor Gemeinheit und Aggressionen.

Wie es sich bei einer guten Armee gehört, hat er natürlich auch einen „Chef“, also eine absolut herausstechende Figur, die über besondere Fähigkeiten verfügt und natürlich auch erheblich schwerer zu besiegen ist. Mein Mann hat sich für den ´General des Khorne von Moloch´ entschieden.

Er gibt seinen Haupthelden gerne Namen, die meist auch auf das Base gemalt/geschrieben werden. Bisher waren das Namen, die wirklich heroisch klangen und den Wert der Figur unterstrichen.

Diejenigen, die diese Figur kennen und eine sehr hohe Meinung von ihr haben, möchten ich bitten, sich zu setzen. Vielleicht habt ihr es schon erraten…..

Diese Figur hört auf den melodischen Namen BIENCHEN!

Ach, wie süß! Wie goldig! Jaa, wenn es ein Hamsterchen wäre oder eine Wüstenrennmaus oder eventuell eine schicke Hausratte….

Aber wie soll der General denn noch würdevoll durch das Schlachtfeld auf den Gegner zustürmen? Stellt euch mal vor, mitten in der Schlacht ruft ihn einer seiner Mitkämpfer….. Von allen Seiten hört man Kriegsgeschrei und das Stöhnen der Fallenden und dann auf einmal ein lautes „Bienchen, hinter dir!“

Da ist doch das ganze Geschnetzel hin! Oder ist das wieder eine neue Taktik?

Tod durch kaputtlachen?

`Feind wurde getötet, da der völlig verwirrt eine Biene gesucht hat`?

So geht das natürlich auch… Wozu eine Taktik erarbeiten, wenn man die Lacher auf seiner Seite hat!!!

Ja nee ist klar….

Bisher war mein Mann ein Warhammer 40k Spieler. Durch und durch. Da gab es keine Diskussionen.

Doch als er das letzte Mal mit einem seiner Kumpels telefonierte, sprach er auf einmal von Orks und deren Spielregeln. Als ich ihn darauf ansprach, wieso er sich denn auf einmal für Warhammer Fantasy interessieren würde, kam dann ganz trocken die Antwort: `Ja, mein Kumpel und ich wollen uns eine kleine Fantasy-Armee zulegen.´

`Okay`, antwortete ich.` Und warum?`

`Jaaa`, sagte mein süßer Schatz, `weißt du, wir haben das Gefühl, das uns der Spaß an dem Spiel ein wenig verloren geht.`

Da fragte ich ihn, wie er denn darauf kommen würde.

Ja, meinte er, sie fühlten sich immer mehr als ProGamer, also als Spieler die das Ganze als  Profis betreiben würden. Sie seien einfach zu gut geworden und würden alles auswendig kennen…… DAS nennt man ein ausgeprägtes Ego :o)

Und warum eine neue Armee?

Ja, die möchten sie sich kaufen, um sich einfach mal so zwischendurch zum Spaß zu treffen und sich dann mal neuen Herausforderungen zu stellen.

Okay, kein Ding. Macht mal ruhig. Kauf euch mal demnächst ein paar Püppies (Den Ausdruck darf ich nehmen, den hat mein Mann eingeführt ;o)  )

Demnächst? Am nächsten Abend kam ich um die Ecke in sein Malterritorium und fragte mich, ob ich was mit den Augen hätte.War der Stapel der neuen, ungeöffneten Warhammer-Kartons gewachsen???

Mein Mann sah meinen Blick und bekam sein altbekanntes, schuldbewußtes Grinsen. `Ja, wir wollten vielleicht an diesem Wochenende mal testen, was denn mit den Armeen so geht..`

Ja, das spricht doch sehr für eine „Just-for-fun“- Armee. Kein Zeitdruck, kein intensives Lesen der Regeln, kein gehäuftes telefonieren über die Möglichkeiten diese oder jene Figur noch mit rein zu nehmen oder nicht….. (Selbstverständlich ist die komplette Armee inzwischen aufgebaut, nur noch nicht bemalt doch daran hat sein Chef Schuld.Immer dieses Arbeiten…)

Aber ich muß zugeben, es gab an dem Wochenende sehr viel zu lachen!

Also, macht weiter so! Und all die anderen, die mal etwas anderes als `nur` Warhammer 40k spielen möchten: Kauft euch eine „Spaß-Armee“. Der Hersteller wird es euch danken und ihr habt etwas Abwechslung im Warhammer-Alltag! ;o)

Warum nur ?

Wahrscheinlich liegt es daran, das ich halt immer noch einen manchmal spöttischen Blick auf das Hobby habe, aber eine Frage geht immer wieder mal durch den Kopf…

Vielleicht ist es euch aber auch schon aufgefallen und ich bin mit der Frage nicht alleine ;o)

Sind euch mal die Proportionen bei den Minis aufgefallen? Ich meine nicht das Verhältnis Kopf zu Körper, was schon eine wahre Flut an kessen Kommentaren in mir hervorruft (Und schon habe ich ein neues Thema) : ))))

Nein, ich meine die Bewaffnung! Nehmen wir mal die Space Marines, weil ich die ja meisten zu Gesicht bekomme: So eine Figur hat eine Größe von ca. 2,5-3cm? Und die Waffe?? Also ich würde sagen, mindestens die Hälfte! Und die Kerle sind so Stark, das sie die locker mit einer Hand halten können, sowas wie „Rückstoss“ gibt es wohl nicht mehr…

Auch wenn sie Schwerter bzw. Energieklingen tragen, so scheinen diese fast genauso groß wie der Träger selbst.Und auch die werden heroisch mit einer Hand in die Höhe gestreckt. DAS nenne ich Fitnesstraining!

Doch auch die Panzer, oder wie es mein Schwiegervater nennt „Forschungsfahrzeuge mit Verteidigungsmassnahmen“ werden mit mächtigen Großen Kanonenrohren ausgestattet.Mein Schwiegervater, absoluter Anti-Warhammer 40kler bastelt „normale“ Modellbausätze zusammen. Doch von Zeit zu Zeit bekommt mein Mann einen Anruf, in dem händeringend gebettelt wird, ob nicht irgendwo in der Bitzbox eine übriggebliebene Kanone liegt, da die Originalwaffe des Panzers oder Flugzeug einfach viiiiiel zu klein ist….

Ist das so ein Männerding? Imponiergehabe?

Manchmal scheint es, als würde die Figur oder das Fahrzeug vorne überkippen oder sich zumindest nicht mehr von der Stelle bewegen können.

Oder geht es darum, das man sonst nicht die coolen Details mehr erkennen kann, wenn die Waffe kleiner wäre? Denn manche sind echt kunstvoll bemalt, vor allem die Klingen… Tja, über sowas zerbreche ich mir den Kopf :o)))