Leben mit Warhammer

Tagebuch einer Spielerfrau

Schon gewusst?

Mein Mann und sein Kumpel haben sich wie bereits erwähnt jeweils eine Warhammer Fantasy Armee zugelegt.

Nun haben sie ein paar Testspiele durchgeführt, um erstmal zu sehen, was ihre Jungs so drauf haben und wie genau sie die Armeen aufbauen wollen.

Aus diesem Grund haben sie Ausnahmsweise mal mit größtenteils unbemalten Figuren gespielt, was normalerweise ein absolutes „No-Go“ für die beiden ist.Aber harte Zeiten erfordern nun mal harte Schritte….

Nachdem sie ein paar Spiele durch hatten (und mein Mann meistens verloren hatte), haben sie darüber diskutiert bzw. philosophiert, wieso das Würfelglück auf beiden Seiten so stark abgenommen hat.

Lag es an der doch stark spartanischen Platte?

Waren die Würfel nach unzähligen Schlachten  müde geworden?

Lag es an der zu frischen Umgebungsluft?

Nun, obwohl das alles interressante Überlegungen waren, wurden sich doch beide schnell einig, das es nur einen einzigen Grund geben konnte:

Die Armeen wurden einfach „blank“ in die Schlacht geführt! So etwas geht einfach nicht! Alle Krieger standen da grau in grau einander gegenüber und sollten sich heroisch in die Bresche schlagen, doch was hatten die Heeresführer getan, um sich diese Loyalität zu verdienen?

Die Kämpfer waren nicht mit sich selbst im reinen, sie hatten einfach noch nicht ihr inneres „Chi“ gefunden.

Normalerweise wird beim Prozess des Anmalens eine Beziehung zu der Figur hergestellt, mit jeder neuen Farbnuance und jedem Akzentuieren werden die Vorzüge des einzelnen Kämpfers herausgestellt und die Truppenmoral enorm erhöht.

Wie soll das funktionieren, wenn dieser unbedingt notwendige Prozess ausgelassen wird?

Grenzt das nicht schon an Barbarei?

Wie kann man von seinen Kämpfern alles ab verlangen, wenn man nicht alles gegeben hat?

Also merkt euch, die Siegeschancen steigen immer prozentual zum Maleinsatz. Wollt ihr heroische Siege? Dann kümmert euch um eure Jungs!!!!

Hintergrundmusik

Etwas, worauf mein Schatz bisher immer geachtet hat, war eine angemessene musikalische Untermalung seiner Spielsessions.

Kennt ihr das auch? Das extra für eine Runde „Figurenschieben“ vorher die passende CD rausgesucht und eingelegt wird?

Am Anfang hat er sehr oft mit seinem Bruder gespielt und jedesmal lief im Hintergrund „epische“ Musik. Es kam auch schon mal vor, das für den Höhepunkt der Schlacht kurz unterbrochen wurde und ein,zwei Lieder weiter gespult wurde, damit auch ja das richtige Lied lief.

Was für Musik ist da passend? Man muß da sehr aufpassen, damit man sich nicht vergreift…

Es wurden so heroische Soundtracks wie „Gladiator“ , „Black Hawk Down“ oder „Star Wars“ gespielt und immer wieder gaben sie sich gegenseitig die Bestätigung, das das gerade laufende Lied die absolut perfekte Untermalung sei.

Gut, heute ist das etwas anderes.Wenn sich die Jungs alle treffen, sind es so an die 15-20 Männer, da sind die Geschmäcker sehr verschieden. Meist läuft da dann doch eher „Mainstream-Musik“ , damit jeder etwas davon hat.

Und je nach Party-Laune wird dann auch entschieden, was läuft, von Episch bis Ballermann ist fast alles dabei…

Wenn sich mal 2-3 Jungs bei uns treffen, kann es sogar passieren, das unser kleiner Bio-Titan die Musikauswahl trifft. Da kann es schon mal sein, das der Held zu Balu´s  „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ angreifen darf. Was ja auch nicht schaden kann, denn es heißt ja : In der Ruhe liegt die Kraft!

Ich muß aber trotz aller Schmunzelei zugeben, das ein Spiel wirklich sooo spannend sein kann, das die Musik einen da noch zusätzlich mitreißt.

Also, wenn ihr ein spannendes Spiel noch spannender machen wollt, dann überrascht euren Gegner doch mal mit heroischen Klängen aus den Lautsprecherboxen!

Bienchen

Nein, es geht hier nicht um Bienchen und Blümchen! Ich habe auch nicht meine Leidenschaft für das Imkern entdeckt.Ich bin zwar dafür, das der Winter endlich vorbei ist, aber ich kann auf die Bienchen verzichten…

Was das Thema dann zu bedeuten hat?

In meinem letzten Post hatte ich ja darüber geschrieben, das mein Mann eine Warhammer Fantasy-Armee aufgestellt hat. Er hat sich die Chaoskrieger ausgesucht und hat sich da ein paar mächtig böse Typen gekauft, die allesamt bis an die Zähne bewaffnet sind. Sie strotzen nur so vor Gemeinheit und Aggressionen.

Wie es sich bei einer guten Armee gehört, hat er natürlich auch einen „Chef“, also eine absolut herausstechende Figur, die über besondere Fähigkeiten verfügt und natürlich auch erheblich schwerer zu besiegen ist. Mein Mann hat sich für den ´General des Khorne von Moloch´ entschieden.

Er gibt seinen Haupthelden gerne Namen, die meist auch auf das Base gemalt/geschrieben werden. Bisher waren das Namen, die wirklich heroisch klangen und den Wert der Figur unterstrichen.

Diejenigen, die diese Figur kennen und eine sehr hohe Meinung von ihr haben, möchten ich bitten, sich zu setzen. Vielleicht habt ihr es schon erraten…..

Diese Figur hört auf den melodischen Namen BIENCHEN!

Ach, wie süß! Wie goldig! Jaa, wenn es ein Hamsterchen wäre oder eine Wüstenrennmaus oder eventuell eine schicke Hausratte….

Aber wie soll der General denn noch würdevoll durch das Schlachtfeld auf den Gegner zustürmen? Stellt euch mal vor, mitten in der Schlacht ruft ihn einer seiner Mitkämpfer….. Von allen Seiten hört man Kriegsgeschrei und das Stöhnen der Fallenden und dann auf einmal ein lautes „Bienchen, hinter dir!“

Da ist doch das ganze Geschnetzel hin! Oder ist das wieder eine neue Taktik?

Tod durch kaputtlachen?

`Feind wurde getötet, da der völlig verwirrt eine Biene gesucht hat`?

So geht das natürlich auch… Wozu eine Taktik erarbeiten, wenn man die Lacher auf seiner Seite hat!!!

Ja nee ist klar….

Bisher war mein Mann ein Warhammer 40k Spieler. Durch und durch. Da gab es keine Diskussionen.

Doch als er das letzte Mal mit einem seiner Kumpels telefonierte, sprach er auf einmal von Orks und deren Spielregeln. Als ich ihn darauf ansprach, wieso er sich denn auf einmal für Warhammer Fantasy interessieren würde, kam dann ganz trocken die Antwort: `Ja, mein Kumpel und ich wollen uns eine kleine Fantasy-Armee zulegen.´

`Okay`, antwortete ich.` Und warum?`

`Jaaa`, sagte mein süßer Schatz, `weißt du, wir haben das Gefühl, das uns der Spaß an dem Spiel ein wenig verloren geht.`

Da fragte ich ihn, wie er denn darauf kommen würde.

Ja, meinte er, sie fühlten sich immer mehr als ProGamer, also als Spieler die das Ganze als  Profis betreiben würden. Sie seien einfach zu gut geworden und würden alles auswendig kennen…… DAS nennt man ein ausgeprägtes Ego :o)

Und warum eine neue Armee?

Ja, die möchten sie sich kaufen, um sich einfach mal so zwischendurch zum Spaß zu treffen und sich dann mal neuen Herausforderungen zu stellen.

Okay, kein Ding. Macht mal ruhig. Kauf euch mal demnächst ein paar Püppies (Den Ausdruck darf ich nehmen, den hat mein Mann eingeführt ;o)  )

Demnächst? Am nächsten Abend kam ich um die Ecke in sein Malterritorium und fragte mich, ob ich was mit den Augen hätte.War der Stapel der neuen, ungeöffneten Warhammer-Kartons gewachsen???

Mein Mann sah meinen Blick und bekam sein altbekanntes, schuldbewußtes Grinsen. `Ja, wir wollten vielleicht an diesem Wochenende mal testen, was denn mit den Armeen so geht..`

Ja, das spricht doch sehr für eine „Just-for-fun“- Armee. Kein Zeitdruck, kein intensives Lesen der Regeln, kein gehäuftes telefonieren über die Möglichkeiten diese oder jene Figur noch mit rein zu nehmen oder nicht….. (Selbstverständlich ist die komplette Armee inzwischen aufgebaut, nur noch nicht bemalt doch daran hat sein Chef Schuld.Immer dieses Arbeiten…)

Aber ich muß zugeben, es gab an dem Wochenende sehr viel zu lachen!

Also, macht weiter so! Und all die anderen, die mal etwas anderes als `nur` Warhammer 40k spielen möchten: Kauft euch eine „Spaß-Armee“. Der Hersteller wird es euch danken und ihr habt etwas Abwechslung im Warhammer-Alltag! ;o)

Warum nur ?

Wahrscheinlich liegt es daran, das ich halt immer noch einen manchmal spöttischen Blick auf das Hobby habe, aber eine Frage geht immer wieder mal durch den Kopf…

Vielleicht ist es euch aber auch schon aufgefallen und ich bin mit der Frage nicht alleine ;o)

Sind euch mal die Proportionen bei den Minis aufgefallen? Ich meine nicht das Verhältnis Kopf zu Körper, was schon eine wahre Flut an kessen Kommentaren in mir hervorruft (Und schon habe ich ein neues Thema) : ))))

Nein, ich meine die Bewaffnung! Nehmen wir mal die Space Marines, weil ich die ja meisten zu Gesicht bekomme: So eine Figur hat eine Größe von ca. 2,5-3cm? Und die Waffe?? Also ich würde sagen, mindestens die Hälfte! Und die Kerle sind so Stark, das sie die locker mit einer Hand halten können, sowas wie „Rückstoss“ gibt es wohl nicht mehr…

Auch wenn sie Schwerter bzw. Energieklingen tragen, so scheinen diese fast genauso groß wie der Träger selbst.Und auch die werden heroisch mit einer Hand in die Höhe gestreckt. DAS nenne ich Fitnesstraining!

Doch auch die Panzer, oder wie es mein Schwiegervater nennt „Forschungsfahrzeuge mit Verteidigungsmassnahmen“ werden mit mächtigen Großen Kanonenrohren ausgestattet.Mein Schwiegervater, absoluter Anti-Warhammer 40kler bastelt „normale“ Modellbausätze zusammen. Doch von Zeit zu Zeit bekommt mein Mann einen Anruf, in dem händeringend gebettelt wird, ob nicht irgendwo in der Bitzbox eine übriggebliebene Kanone liegt, da die Originalwaffe des Panzers oder Flugzeug einfach viiiiiel zu klein ist….

Ist das so ein Männerding? Imponiergehabe?

Manchmal scheint es, als würde die Figur oder das Fahrzeug vorne überkippen oder sich zumindest nicht mehr von der Stelle bewegen können.

Oder geht es darum, das man sonst nicht die coolen Details mehr erkennen kann, wenn die Waffe kleiner wäre? Denn manche sind echt kunstvoll bemalt, vor allem die Klingen… Tja, über sowas zerbreche ich mir den Kopf :o)))

Taktik

Ich muss jetzt mal ein Geständnis ablegen: Obwohl ich kein wirkliches Interesse an Warhammer 40k, Warhammer Fantasy etc. habe, spiele ich sehr,sehr gerne Blood Bowl (auf der XBox 360)!

Für diejenigen, die das Spiel nicht kennen sollten:

Das ist Football, aber mit ein paar Rassen von Warhammer Fantasy, z.B. Waldelfen und Skaven.Und wie der Name „Blood“ schon anzeigt, wird dabei nicht mit Wattebäuschen geworfen ;o)

Ich spiele ein Zwergenteam.

„Boah!“, „Ätzend!“, „Nervtötende Typen!“,“Drecksvolk!“ höre ich euch meckern.

Tja, was soll ich sagen: Ihr habt ja so recht! UND ES MACHT SPAß!!!!

Mein Mann allerdings bekommt immer eine Krise, wenn er mich spielen sieht, was ich überhaupt nicht verstehen kann. Mein Motto lautet: erst verkloppen, dann laufen! Und weil ich ja Zwerge spiele, funktioniert das mit dem Verkloppen auch wesentlich besser als das Laufen. :o)

Sie sind halt quadratisch, praktisch,gut und nicht flink wie ein Wiesel….

Mein Schatz dagegen verfolgt immer eine genaue Taktik, da wird jeder Schritt vorher durchdacht und alles geplant. Naja, ich bin da manchmal eher verplant, aber ans Ziel komme ich trotzdem (in 98% der Spiele) und ich kann damit ausgezeichnet leben.

Ich habe halt meine eigene, spezielle Taktik und Männer haben da sowieso eine andere Vorgehensweise.

Ich muss nur oft in mich reingrinsen, wenn er mir über die Schulter schaut und anfängt, leise zu grunzen oder er intensiv den Kopf schüttelt. Er hat nämlich „Reinredeverbot“! ;o)

Okay, er darf mir natürlich Tipps geben, aber er muss mich das Spiel auf meine Weise gewinnen oder verhunzen lassen und das macht er auch (manchmal leise Zähneknirschend…) Aber wenn er dann sieht, das ich in einer Halbzeit einen Gegenspieler ins Würmerhotel einquartiert(das Wort „Tot“ soll ja eigentlich nicht verwendet werden, ist wohl ein Fehler im Spiel ;o))  ) habe und drei weiteren dauerhaften Schaden genommen haben, dann schaut er mich mit einer Mischung aus Verwunderung und ich behaupte auch ein wenig Stolz an. Jawohl, meine Taktik ist auch eine Taktik!!!

Bin verwirrt

Also liebe Leute, es gibt da etwas, das kapiere ich einfach nicht…

Ich hatte mir den „Spaß“ gemacht und habe eine kurze Kurzgeschichte geschrieben (Sie ist wirklich recht kurz, knappe 3 Seiten A4….) Mein Thema war ein Space Marine Oberkommandant, der kurz vor seiner größten Schlacht stand.Ich habe ihn so eine Art kurze Rückblende erleben lassen um (meiner Meinung nach) Interesse an mehr davon zu wecken.

Als ich das gute Stück meinem Mann zum lesen gab, da fand er die Grundidee gut, aber es gab da ein Problem: Ich hatte beschrieben, was den guten Mann dazu gebracht hatte, ein Space Marine zu werden und welche Emotionen (Wut etc.) damit einhergingen. Ich wurde erstmal aufgeklärt, das die Space Marines sich zum einen nicht mit Emotionen aufhalten und zum anderen keine wirklichen bzw. gar keine Erinnerungen an frühere Erlebnisse haben.

Also, mein Problem besteht darin, das ich keinen Sinn dabei sehe, sich in eine Schlacht nach der anderen zu stürzen, wenn es nicht um etwas ginge. Redet ihr Jungs nicht immer von Helden, epischen Schlachten und verdrückt die eine oder andere Träne (heimlich,natürlich!) wenn euer Held in einem der wirklich gut geschriebenen Romane die Story vorzeitig verlassen muss???

Ich meine, wie läuft das? Haben sich die Space Marines per Zufall bis an die Zähne bewaffnet aufgemacht, um zu kämpfen?

Keine Emotionen…. Steht dann da so ein Marine, sieht an sich runter und denkt: „Was habe ich den da in der Hand? Krass, nen Melter! Was mache ich denn damit? Ey, da steht einer, der sieht aus, als gehöre er nicht zu uns, den melter ich mal wech (like ice in the sunshine…)!“

Es geht doch auch immer um Gerechtigkeitsinn,oder? Doch wie soll das gehen, wenn sie weder den Drang nach Gerechtigkeit verspüren noch wissen, wieso sie so etwas verspüren sollten (z.b. Vertreibung aus der Heimatwelt?)

Oder bin ich einfach zu „Frau“ dafür? (JA!, höre ich euch rufen…)

Wahrscheinlich schlagt ihr gerade euren Kopf auf den Tisch und fragt euch, wer mich rausgelassen hat, aber ich würde garantiert nicht losziehen, um Schlachten zu gewinnen, wenn ich keinen Anreiz hätte und ich habe sowas auch noch von keinem Mann gehört.

Okay, die Space Marines sind natürlich auch ganz speziell und in der fernen Zukunft, aber bleiben denn nicht trotzdem die Grundemotionen????

Turniervorbereitungen

Es war mal wieder soweit: Ein großes Turnier stand an. Über zwei Tage sollte es gehen und seit Wochen wurde dafür gemalt, gebastelt, gebaut und gegrübelt.

Da es ja nicht das erste große Turnier war, hatte man ja schon recht viel Erfahrungen gesammelt und wußte, wie man alles so plant, damit alles reibungslos aufgebaut werden kann und sich das ganze Aufbauprozedere nicht endlos hinschob.

Ich wußte also, das ich meinem Mann die nächsten zweieinhalb Tage nicht wirklich zu Gesicht bekommen würde und dachte mir, ich gehe mit zum Aufbau und schnack ein wenig mit Jungs auch wenn die mir sagten, das sie ja so gar keine Zeit hätten. Macht nichts, kann ja mithelfen….

Wir kamen so gegen 17.30 Uhr an und gingen gleich in den „Bunker“, wie der Hobbykeller genant wird. Es waren schon ein paar Jungs da, so über den Daumen würde ich sagen knappe 10 Leute.

10 Leute. Damit kann man schon mal was anfangen.

Einer tat auch was. Er hatte leider das Pech, als erster durch die Tür gekommen zu sein. Er durfte noch an einer Platte rumbasteln. Einer der Jungs fragte, wobei man denn am besten helfen könnte und es wurde gesagt, das es ganz klasse wäre, wenn noch jemand bei der Platte helfen würde.

Doch die Worte des großen Mannes verflüchtigen sich durch das geöffnete Kellerfenster. Jeder hatte auf einmal ein interessantes Gespräch und bekam gar nicht mit, das jemand eine Ansage gemacht hatte.

Naja, nicht so schlimm denn so richtig anfangen konnte man eh erst um 19.00 Uhr, da der Raum, in dem das Turnier stattfinden sollte, noch belegt war.

Also noch genug Zeit, das der Bub das alleine fertig bekommt.

Zwei der Jungs fingen spontan erstmal ein Spiel „Wölfe gegen Wölfe“ an.

Zwei andere wollten dann aber doch anpacken und brachten ein paar andere Platten schon einmal in die Nähe des Raumes.

Unter einer dieser Platten kam etwas zum Vorschein……

EIN KICKERTISCH!!!!

Sofort stürtzen sich die Jungs darauf und legten erstmal los.

Das nenne ich effizient! Und ausgeglichen!

Aber nach einem kurzen Einteilungsmeeting mit anschließendem Motivationsbrot in flüssiger Form bin ich dann nur noch zur Seite gesprungen, denn auf einmal kam die ganze Truppe in Bewegung und hat wirklich gut koordiniert und vor Teamgeist strotzend den Raum des Schicksals für die Schlacht hergerichtet!

Ende klasse, alles klasse!

Syntax error

Sowohl mein Mann als auch die meisten seiner Kumpels sind wirklich nicht auf den Kopf gefallen. Was die „auf dem Kasten“ haben, ist nicht zu verachten.

Aber es scheint so, als hätten die Jungs so eine Art Implantat im Kopf, das es ihnen bei bestimmten Begebenheiten unmöglich macht, ihre Hirnmassen zu benutzen ;o)

Welche Begebenheiten das sind?

Bisher dachte ich, das das nur bei meinem Mann passiert, aber jetzt habe ich gesehen, das auch andere durchaus schlaue Menschen davon betroffen sind…

Man kann noch vor zwei Minuten ein intensives Gespräch führen oder einen Tagesablauf oder Termin vereinbaren, aber wenn die Finger des Gesprächspartners einen PINSEL berühren, hört man gaaanz leise ein surren.

DAS ist der Moment, in dem das Hirn alle unnötigen Bereiche (Terminspeicher etc.) abschaltet und alle Kapazitäten auf das Malen umgeschwenkt werden.

Völlig in seiner eigenen Welt versunken sitzt der Künstler dann da und ich behaupte, man könnte hinter seinem Rücken den Raum leerräumen oder umräumen (was wir Frauen ja gerne tun) und es würde nicht bemerkt werden.

Mein Sohn kann neben meinem Schatz  sitzen und  in aller Ruhe die Toilettenpapierrolle abrollen und zerfleddern, mein Mann merkt das nicht.

Mein Mann und einer seiner Kumpel sitzen direkt hinter einem dritten und machen Witze über ihn, aber der sitzt da völlig entrückt mit seiner Höhlenforscherlampe und gibt seinen Minis das Augenlicht.

Auf der einen Seite ist das durchaus bewundernswert, wenn sich jemand so sehr konzentrieren kann, aber auf der anderen Seite ist ein Gespräch oder ähnliches recht kompliziert.

Hat das etwas mit dem „Multitasking“ zu tun?

Oder ist der Wunsch nach der perfekten Miniatur einfach größer als alles andere?

Und wo ist die „ESC“-Taste, um den lieben Kerl sanft wieder in die Realität zurückzuholen, ohne das man den Trennungsschmerz in den Augen verursacht?

Ach Jungs, ihr habt es nicht leicht mit mir ;o))))

Das Unvermögen des Mannes

Liebe Freundinnen/Verlobte/Ehefrauen/Verwandte von Warhammer 40k-Spielern, als Spielerfrau hat man ja so einen kleinen Einblick in die fantastische Welt, in den unendlichen Kosmos von Warhammer 40k.

Und das ist wirklich interessant!

Aber man hat auch einen Einblick in die Vielfalt von Charakteren (Männlichen)…

Wie schon früher gesagt, schaut euch unbedingt mal ein paar Spiele bei den Treffen an, zu denen euer Schatz geht, oder verbringt mal etwas mehr Zeit auf einem Turnier, als die 30 Sekunden, in denen ihr euren Süßen absetzt und zum Shoppen weiterfahrt ;o)

Was es da zu sehen gibt?

Da es recht viel ist,pickt euch doch mal einen Aspekt raus…. ABER macht das unauffällig, sonst könnte es Stress geben!

Ich habe gerade letztens wieder einem Spiel zuschauen dürfen und da ist mir etwas klar geworden:

Für Männer ist dieses Spiel eigentlich nicht geeignet! Oder zumindest nur unter großem Vorbehalt und bestimmten Sicherheitsvorkehrungen (Vermeiden von spitzen Gegenständen,Vorhandensein von Zimmern mit Gummiwänden,Mindestbreite der Spielplatten etc.)

Wieso???

Habt ihr schon mal mitbekommen, wie die kernigen Jungs drauf sind, WENN SIE VERLIEREN????????

Oh, sorry, das klingt so endgültig.Sagen wir, wenn sie nicht die Oberhand haben?

Einige kauen so stark an ihren Fingernägeln, das man ihnen am liebsten einen Kauknochen geben möchte. Einge werden immer stiller, andere fangen laut zu pöbeln an.

Ein paar der tiefen Einfurchungen auf den Spielplatten waren von den „Designern“ gar nicht vorgesehen, aber wenn so ein Würfel mit all dem Frust, der in einem stecken kann, auf so eine zarte Holzplatte trifft, dann hinterläßt so etwas Spuren.

Andere widerstehen dem Drang, sich auf den Boden zu werfen und mit Händen und Füßen zu strampeln oder sich in Fötus-Stellung leise wimmernd hin und her zu wiegen.

Verstärkt wird dies auch noch durch das meist hämische Grinsen derjenigen, die, sagen wir, eine bessere Position gefunden haben….

Ich könnte mir vorstellen, das das daran liegt, das der Mann im genetischen Code stehen hat, das eine Niederlage nicht akzeptabel ist (merkt man schon bei Monopoly ;o) ).

Aber wir als Frauen können dem Ganzen sogar noch etwas zum schmunzeln abgewinnen, vor allem, wenn unser Schatz nicht betroffen ist :o))))