Leben mit Warhammer

Tagebuch einer Spielerfrau

Ehrencodex

Ich muß jetzt mal etwas „Dampf“ ablassen….

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, das manche Spieler wirklich extrem die Regeln zu ihren eigenen Gunsten verdrehen.

Bevor ihr aufschreit: Ich meine nicht, das man mal eine Regel falsch behalten oder ganz vergessen hat. Das kann jedem Mal passieren. Schließlich sind auch die eifrigsten Warhammerspieler „nur“ Menschen.

Nein, ich meine die, die wirklich immer wieder dadurch negativ auffallen, das sie entweder ständig die Schritte und Vorgehensweisen ihres Gegners vehement in Frage stellen oder aber sich die Regeln so hinbiegen, das sie selber dadurch einen Vorteil haben und sich darauf verlassen, das der Gegner es entweder nicht merkt oder aus Anstand nichts sagt.

Kennt ihr solche Spieler?

Ich dachte, sowas würde es unter Warhammerspielern nicht geben, das es eine Art „Ehrencodex“ geben würde, an den sich jeder hält.

Sollte man nicht gerade dann, wenn man von Außenstehenden als sagen wir es mal nett „anders“ tituliert wird, wenigstens seinen Gleichgesinnten gegenüber beweisen, das so etwas wie Fairness und Intregität noch existiert?

Ich dachte echt, es gäbe so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz, an das sich alle halten würden und nicht, das manche so auf ihren eigenen Vorteil erpicht sind.

Sollten nicht der Spaß am Spiel und das Miteinander im Vordergrund stehen? Das man sich gegenseitig Tipps gibt und auch hilft, statt mit Scheuklappen stur auf das eigene Ziel zu zutrampeln?

Und was für ein Vorbild ist man dann für die jungen Leute, die in das Hobby einsteigen? Sollen die dann solchen Spielern nacheifern? Ich denke nicht…

Ich hoffe, das die große Mehrheit, die sich ja an den „Ehrencodex“ hält, denen Einhalt gebietet, die der Meinung sind, querschießen zu müssen und so bald wieder der entspannte Spaß beim spielen wieder einkehrt.

Schach?

Mein Mann hat mir mal erklärt, das Warhammer eigentlich eine Form von Schach darstellt. Verschiedene Figuren haben verschiedene Fähigkeiten und man muss sich im Voraus darüber Gedanken machen, wie genau man welche Figur einsetzt.

Nun, ich mag Schach. Okay, meistens habe ich es mit meinem Bruder gespielt und der fand es toll, mich jedesmal fertig zu machen.

Aber das Spiel an sich finde ich gut, denn es trainiert ja auch die grauen Zellen….. Die bei mir seit der Geburt meines Sohnes etwas auf der Flucht zu sein scheinen :o)))

Auch deswegen spiele ich auch gerne mal Strategiespiele, z.B. Babylon5 oder Starcraft (als Tabletop). Das ist für mich überschaubar ;o)

Und ich finde ja, das ich eigentlich ganz gut bin, ich habe tolle Ziele und kann auch gut um drei Ecken denken… Ehrlich! Ich weiß genau, wo ich  hin möchte! Nur…. mir geht meistens irgendwas nebensächliches wie Ressourcen aus….. Warum? Weil ich beim austüffteln meines großen Planes immer das Ziel vor Augen habe, aber dabei die Teilschritte schon wieder vergessen habe! So plane ich meine Ressourcen gerne mal mehrfach ein, auch wenn das gar nicht möglich ist….Muss ein Fehler in den Regeln sein ;o)))

Aber um so mehr bin ich fasziniert, wenn ich sehe, wie mein Mann oder auch die anderen ihren Plan ausführen können und dabei schon Runden im Vorraus wissen, wo ungefähr ihre Truppen sein werden. Und wenn der Gegner dazwischenfunkt, dann kommt sofort ein Plan B. Bei mir sieht der so aus: Ach, das geht schon wieder nicht? Okay, macht nichts, bin das nicht mehr weiterleben schon gewohnt :o)

Daher werde ich wohl besser keine akitve Spielerin, sondern berichte weiterhin von der Seitenlinie!

Habt Erbarmen !

Wir, die Spielerfrauen, haben da ein wichtiges Anliegen:

Wir geben unseren Partnern ja doch das eine oder andere Wochenende komplett „frei“, damit sie dem Hobby auf einem 2-Tage-Turnier frönen können.

Aber das, was wir am Ende des Wochenendes wieder in Empfang nehmen, hat so gar nichts mit dem zu tun, was wir am Samstagmorgen losziehen lassen…

Statt eines euphorischen, leichtfüßigen bis beinah tänzelnden Mannes, der sich von uns mit leuchtenden Augen verabschiedet, bekommen wir einen schlurfenden,rotäugigen, wortkargen Kerl zurück, der sich gerade so noch Aufrecht halten kann.

Was sollen wir mit so jemanden anfangen???

Damit beide Seiten, also Spieler und auch Spielerfrauen, noch mehr Spaß und Nutzen aus den langen Turnieren ziehen können, hätten wir da den einen oder anderen Vorschlag:

1. Bietet doch statt oder zusätzlich zu alkoholischen Getränken WASSER an! Das muss nicht kostenlos sein und könnte so gleichzeitig die Turnierkasse füllen.

2. Bietet euren tapferen Jungs, die sich Stundenlang die Beine in die Bäuche stehen, eine Sitzgelegenheit an, von Stehhilfen (mit Pfand?) bis Platz in einer Ecke des Raumes auf den Fussboden wird sicher gerne alles angenommen.

3. Sorgt für ausreichend Frischluft oder zumindest für entsprechende Pausen, damit die Teilnehmer an die Luft gehen können.

4. An die Teilnehmer: Nehmt euch Hausschuhe oder solche Schlappen mit Noppen mit, die lassen mehr Luft an die Füße und sind auf Dauer wesentlich angenehmer!

5. Auch an die Teilnehmer: Nehmt euch nach Möglichkeit den Montag nach dem Turnier frei! Das schont euch, den Arbeitgeber und ja, auch uns Spielerfrauen!

Wir freuen uns, wenn ihr Spaß habt und dem Arbeitsalltag etwas entfliehen könnt, aber ihr müsst nun mal auch wieder in den Trott rein. Vielleicht kann ja das eine oder andere einmal überdacht werden, vielleicht sogar in die Tat umgesetzt werden, damit wir unsere Süßen dann etwas weniger zerschunden zurückbekommen ;o)

Manchmal

Ja, manchmal ist es einfach das Beste, was man tun kann. Für alle Beteiligten. Für den Frieden und die Ruhe. Für die Freude am Spiel.

Was es ist, was man tun kann, ja was man tun sollte?

Nun,mein Mann hat vor 2 Jahren angefangen, Space Marines zu spielen. Voller Enthusiasmus hat er die Minis gekauft und mit viel Liebe zum Detail bemalt.

Doch bereits beim ersten Spiel fiel etwas auf: Sein sonst so bahnbrechender Erfolg in der Schlacht wollte sich einfach nicht einstellen….

Kann ja mal passieren, jeder Warhammer-Spieler kennt es, das man das Glück einfach mal zu Hause gelassen hat.

Doch so oft er sich bemühte, er schaffte es einfach nicht, seine Truppen zum Sieg zu führen.

Edit: Mein Mann hat mir völlig entrüstet mitgeteilt, das er durchaus auch mal gewonnen hat, aber halt alles sehr krampfig und daher total spaßlos.

Das fiel sogar schon seinen Kumpels auf. Er wurde diverse Male darauf angesprochen, das er einfach nicht diesen „Biss“ hatte, wenn er mit den Space Marines antrat. Wenn er jedoch mit seinen Dark Angels antrat, dann hat er heroische Schlachten geschlagen und gute Laune versprüht.

Er hat sich wirklich viel Zeit genommen, seine Truppen besser kennenzulernen, um sie in der richtigen Art und Weise zu führen.

Aber egal, was er tat, es wollte sich einfach keine Einheit zwischen ihm und seinen Mannen einstellen. Es gab nicht dieses „Wir“-Gefühl, dieses grenzenlose Vertrauen, das der Sieg nur noch eine Frage der Zeit sei und man ihn gemeinsam erreichen würde.

Was sollte er tun? Wie sollte er die Situation für alle Beteiligten zum Guten wenden?

Er tat, was getan werden mußte: Er entließ sie!

Er übergab sie einem neuen Kommandeur, bzw. gleich zweien, die sich gemeinsam den Truppen widmen und sie auf Vordermann bringen wollen.Denn manchmal passen Truppen und Befehlshaber einfach nicht zusammen…

Von Zeit zu Zeit wird er nach selbstverständlich Ihnen sehen, um sich zu vergewissern, das es ihnen gut geht und sie endlich ruhmreich sein können.

So lebt denn wohl, ihr tapferen Space Marines! Mögen eure neuen Oberbefehlshaber genauso viel Potenzial in euch sehen wie euer alter und euch zu großen Siegen führen!

STM 2011

„Was ist das denn schon wieder?“, fragt ihr euch sicher.

Nun, am letzten Wochenende war die große Warhammer 40k Stadtmeisterschaft in Münster und mein Mann durfte das erste Mal in dem „Northguard“-Team mitspielen.

Das dafür Wochenlang extra Bemal-Schichten eingelgt wurden, brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen, zumal er zusätzlich noch für ein Teammitglied ein paar Minis bemalt hat ;o)

So circa 2 Wochen vorher gab es dann auch kein anderes Thema mehr, das länger als 15 Minuten besprochen wurde, selbst auf dem Turnier am Wochenende vorher wurde schon fleißig besprochen, wie man als Sieger nach Hause kommen wird.

Naja, wie soll ich es diplomatisch ausdrücken……

Vielleicht so: Erstens kommt es anders…

Es gab fünf Mitglieder pro Team und pro Mitglied fünf Spiele. Das erste Spiel haben alle gewonnen!!!

Yeah!Juhu!Schluchzvorfreude!Jappadappaduuuu!

Aber der Würfelgott hatte an diesem Wochenende etwas gegen meinen Schatz, denn aus irgendwelchen Gründen klappte nach dem ersten Spiel überhaupt nichts mehr.

Vielleicht hatte er sich die Hände mit Pech gewaschen und damit dann die Würfel berührt, die daraufhin jegliche Zusammenarbeit verweigerten. Vielleicht war es die Sonne, die 1,534 Grad zu steil ins Fenster schien.

Fragen, die wahrscheinlich nie beantwortet werden können…

Doch trotz all seinem Pech´s im Spiel sagte er mir, das es ein sehr lustiges Wochenende war.

Besonders gefallen haben ihn die Jungs aus der Französischen Nationalmannschaft (JAAA, ich wußte auch nicht, das es sowas gibt!!!). Er sagte, obwohl das die besten der besten der Besten (aus Frankreich) sind, waren sie total locker,freundlich und entspannt und in keinster Weise arrogant oder überheblich.

SOWAS nenne ich den Spaß am Spiel nicht vergessen zu haben!! Klasse Jungs, weiter so!

Naja, wenigstens war mein Schatz mit seinem Anti-Erfolgs-Lauf nicht alleine, denn einer seiner Teammitglieder hat es ihm solidarisch gleichgetan. Doch auch wenn die beiden am Ende des Turnieres in Fötus-Stellung auf dem Boden lagen ,leise wimmerten und schworen ab sofort nur noch Dame und Halma zu spielen,haben sie doch schon auf dem Rückweg nach Hamburg darüber diskutiert, wie sie es nächstes Jahr besser machen werden.

Jungs, wir stehen hinter euch! Nächstes Jahr sind es eure Meisterschaften!!

Liebe Spielerfrauen

Ich selbst bin jetzt sieben Jahre mit meinem Mann verheiratet und kenne ihn so um die zehn Jahre näher. Ich weiß daher ganz genau, das es nicht immer einfach ist, mit dem Hobby Warhammer 40k/Fantasy klarzukommen, da es wirklich sehr zeitaufwendig ist.

Ich muß zugeben, als ich merkte, das mein Schatz richtige Freundschaften mit den Clubmitgliedern geschlossen hatte, war ich recht eifersüchtig. Ich war der Meinung, sie würden mir meinen Mann wegnehmen.Wenn ich nur die Namen hörte, kam mir leise der Qualm zu den Ohren rausgekrochen…

Doch dann hat mein Mann mich überredet, doch mal mitzukommen und mir die Jungs mal anzusehen. Und auch wenn ich mich innerlich versucht habe zu sträuben, bin ich doch deren jungenhaften, frechen Art erlegen.

Klar mag ich nicht alle, aber die meisten find ich echt nett und sie sind alle immer freundlich zu mir und beziehen mich ein, soweit es als Nicht-Spielerin halt geht.

Ihr müßt wirklich einen Weg finden, euch mit dem Hobby zu arrangieren!!

Warum ich das Thema überhaupt anspreche?

Nun, wir waren vor kurzem zu fünft (mit unserem Sohn) zum 10jährigen Jubiläum von einem Games Workshop hier in Hamburg. Da der Laden praktischerweise neben einer Eisdiele ist, habe ich die Jungs überredet, das wir uns ein schönes,dickes Eis genehmigen. Als wir -völlig zufrieden mit uns selbst- an unseren Kaltspeisen schleckten, kam eines der Clubmitglieder mit seiner Freundin um die Ecke.

In dem Moment, als sie uns sah, wurde es eisig kalt um uns.Die Sonne verkroch sich hinter die Häuserfront und wagte sich nicht wieder raus.

Wir begrüßten beide freundlich/fröhlich und während wir anderen locker miteinander schnackten, merkte man wie sich die Freundin immer weiter versteifte.

Die Jungs redeten über die nächsten Turniertermine. DAS war das Ende!

Dummerweise haben sich fast alle für die ersten beiden Wochenenden im Juni für Turniere eingetragen. Als sie mitbekam, das auch er sich für beide Termine eingetragen hatte, sagte sie mit versteinerten Gesicht : Super, dann ist ja der ganze Juni gelaufen!

Soweit mir bekannt ist, hat der Juni in jeder Zeitzone und in jeder Nation 4Wochen und somit auch 4 Wochenenden….

Ich gebe zu, auch ich finde es schöner, wenn die Termine weiter auseinander liegen, aber an diesem Tag habe ich eines beschlossen: Ich werde nicht mit meinem Mann rumzicken, wenn es um das Thema Warhammer geht, vor allem nicht vor den anderen.

Ich fand es sehr unangenehm und ich hoffe, das ich früher nicht so….. ja, ich muß es so schreiben…. blöd zu den Jungs gewesen bin.Wenn doch, so bitte ich vielmals um Entschuldigung!!!

Und seht es doch mal so: Wenn eurer Partner kein Warhammerspieler wäre, sondern statt dessen zum Beispiel ein totaler Fußballfan, dann hättet ihr Grund zur Klage! Denn dann gäbe es jedes Wochenende ein Spiel und zwar auch auswärts, dazu kämen noch die Clubtreffen und der Stammtisch.

Also, liebe Spielerfrauen, arbeitet nicht gegen eure Partner, sondern mit ihnen!

Augen auf !

Ich weiß ja, ich als Nicht-Spielerin muß den Ball schön flach halten, aber dennoch möchte ich euch, den Fun- and Pro-Gamern, einen Rat geben…

Wenn ihr ein Angebot über den Erwerb von Miniaturen erhaltet, macht die Augen auf und prüft, ob sich der Preis lohnt.

Ein Bekannter hat gerade ein „Schnäpchen“ gemacht. Ihm wurde eine nicht gerade kleine Sammlung an Miniaturen aus einem Nachlass angeboten. Achtzig Prozent davon sind noch Original verpackt und unberührt und laut Aussage der Kenner sind da wohl ein paar Schätze dabei.

Doch Zwanzig Prozent davon… denen war es nicht vergönnt, in der schützenden Hülle aus Plastik und Karton bleiben zu dürfen.

Der Vorbesitzer war ganz eindeutig kein Warhammer/40k Spezialist, sondern nur ein Sammler von Figuren. Aber eigentlich dachte ich immer, egal ob es nun Warhammerfiguren, Autos,Flugzeuge oder Schiffe sind, die jemand zusammenbaut und sammelt, das derjenige mit viel Liebe zum Detail und viel Vorsicht vorgeht.

Aber hier…. Wer schwache Nerven hat, sollte ab hier zu seiner eigenen Sicherheit nicht mehr weiterlesen!!

Wirklich? Ihr wollt es wirklich wissen?

Okay, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Der gute Mann hat, so wie die Minis aussehen, einen 0815-Kleber genommen.Da diese jedoch nicht wirklich gut halten, hat er anscheinend gedacht, was die Qualität nicht schafft, das macht die Quantität!

Das mal ein Tröpfchen auf dem Base zu sehen ist, oder in der Spalte zwischen Arm und Rumpf,das ist ja in Ordnung.Doch wie sieht es aus, wenn man nicht mal mehr die Details an der Waffe erkennen kann, weil sie unter einer millimeterdicken Schicht aus Klebe verschwunden sind?

Eine Figur zeigt ein Pferd, das heroisch einen Huf in die Luft streckt, bzw. strecken sollte. Doch nun ist der Huf über eine zentimeterlange Schlange mit dem Base verbunden, was eher so aussieht, als hätte man es festgebunden….

Auch fehlen diverse Körperteile.Ja, ich weiß, sowas kann beim Transport schon mal passieren, aber im Normalfall findet man den Arm oder das Bein auch in dem Koffer oder Karton wieder, doch hier ist an ein Wiederfinden nicht zu denken. Die armen Kreaturen müssen auf ewig verstümmelt durch die Warhammer-Welten kriechen…

Also, bevor ihr einen nicht gerade kleinen Preis für eine Box oder Karton  zahlt, schaut euch gaaanz genau an, was darin enthalten ist. Und rettet die armen, verklebten und doch aufrecht stehenden Krieger!

Und so beginnt es…

Das große Projekt „Erweiterung und Renovierung der Clubräume“ hat begonnen.

Nachdem sich die Männer zusammengesetzt haben und sich gemeinsam überlegt haben….

Naja, seien wir mal ehrlich: Es waren nicht alle Mitglieder beim Ausknobeln der neuen Anordung der Regale, Tische etc. dabei. Aber alle wollen sich fleißig bei der Ausführung beteiligen!

So haben am letzten Wochenende zwei tatkräftige Jungs in dem zukünftigen „Schaffensraum“, auch als Malraum bekannt, mit der Renovierung begonnen.

Heißt, auf zum Baumarkt, dem weltweit anerkannten Männerparadies, und Farben, Putz und dazugehörige Materialien gekauft.

Nachdem sie dann so circa die Hälfte des Raumes schön sauber gestrichen hatten, kam ihnen auf einmal ein Placken Farbe entgegen. Na, kann ja mal passieren.Doch schnell gesellten sich andere, noch größere Placken dazu, bis so ziemlich alles wieder runter war. Oh, welch Freude!

Als sie sich die Wand etwas näher betrachteten, sahen sie, das der ganze Raum mit Kalksandstein versehen ist/war. Um ganz sicher zu sein, riefen sie den Besitzer der Kellerräume an und fragten ihn, ob er darüber Bescheid wüßte. Die prompte Antwort: Ja, jetzt wo ihr es sagt…..

Aber sowas schockt unsere Jungs nicht! Sie haben sich mit Schwamm und Pinsel bewaffnet und alle Wände abgewaschen.Stundenlang!!

Danach sieht der Raum jetzt so aus:

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Sieht noch etwas traurig aus, oder? Wird aber klasse!!!!

Der Raum wird in den Farben des Clublogos gestrichen, zumindest mehr oder weniger,die untere Hälfte des Raumes wird in einem schönen blau gestrichen, während der obere Teil hell bleibt.Abgerundet wird das Ganze mit einer schicken Zierleiste, die die beiden Farben voneinander „trennt“.

Der Raum wird dann nicht nur zum malen der Minis benutzt, sondern soll auch als Treffpunkt dienen, wo sich der eine bei dem anderen noch ein paar gute Tricks abschauen kann. Super Idee! Ich denke, das wird bestimmt klasse und natürlich werde ich weiter berichten!

Wenn Männer eine Idee haben

… Dann kann man meistens gar nicht so schnell mitkommen, wenn sie aus Theorie Praxis werden lassen!

Kennt ihr das auch? Erst ist es nur so ein Satz, der in den Raum gestellt wird. Normalerweise kein Problem, doch wenn dieser Satz in Gegenwart von Gleichgesinnten fällt, wird aus einer harmlosen Aneinanderreihung von Wörtern sofort eine detailierte Ausarbeitung eines Planes.

So auch in diesem Fall: Die Jungs treffen sich ja immer im „Bunker“, das ist ein Kellerraum, wo ein paar Platten, Vitrinen und ein paar Stühle Platz haben.

Jetzt hat der Besitzer des Kellers die folgenschwere Aussage gemacht, das er die Kellerwände rausreißen will, damit mehr Platz ensteht. Soweit okay, da die anderen Kellerräume auch ihm gehören. Nun sind am Samstag gleich ein paar von Jungs angerückt und haben den Keller schon mal grob auseinander genommen. Die alten Drahtzaun-Abgrenzungen wurden rausgerissen und gleich auf den Recyclinghaufen geworfen. Nicht, das man sich das doch nochmal anders überlegen kann :o)

Alle Geländestücke für die Platten wurden sorgsam eingepackt und in Sicherheit  gebracht, was gut ist, den der Club ist bekannt für seine Platten und Geländestücke!

Die Platten wurden ordentlich in einen Nebenraum gebracht, damit auch sie das Ganze schadlos überstehen. Und nun kann es eigentlich zur Sache gehen.

Es soll ein seperater Raum mit mehreren Malstationen eingerichtet werden, mit Regalen, wo jedes Clubmitglied seine „nackten“ Miniaturen etc. vorübergehend lagernd kann.

Ich bin wirklich schon sehr gespannt, wie das ganze weitergeht. Ich werde noch ein paar „Vorher/Nacher-Fotos“ machen, damit man das Ausmaß des Ganzen besser begreifen kann ;o)

Vielleicht sollten wir auch noch kurz eine Gedenkminute für die Kellerwand verstreichen lassen, denn ich fürchte, das sie diesen Monat nicht mehr überstehen wird, wenn überhaupt diese Woche! Ihr wisst ja, wenn Männer sich erstmal etwas in den Kopf gesetzt haben, dann wird das im Handumdrehen in die Tat umgesetzt!

Also, Leb wohl, alter, muffeliger Keller! Und Herzlich Willkommen, neues Warhammer 40k-Spieler Paradies!

Generationskonflikt

Letztes Wochenende hat die Northguard, ein Hamburger Warhammer 40k Club, wieder ein riesiges Turnier veranstaltet. Es waren über 50 Spieler an zwei Tagen zusammen gekommen, um sich mit viel Spaß gegenseitig von der Platte zu fegen.

Ich habe ja schon öfter erwähnt, das ich davon fasziniert bin, welch unterschiedliche Typen oder Charaktere dabei anzutreffen sind.

Diesmal fiel mir aber auf, das es auch vom Alter her eine recht große Bandbreite gab. Der Jüngste war, wenn ich keinen übersehen habe, 13 Jahre alt und der Älteste ist mitte 40.

Doch jeder hatte seinen Spaß und niemand wurde ausgegrenzt oder als „zu Jung“ oder „zu Alt“ abgespeist. Egal, welche Spieler für ein Battle ausgewählt wurden, es passte immer.

Okay, so ein gestandener Mann hat mehr mit sich zu kämpfen, wenn er gegen einen Jüngling verliert, aber auch so etwas stärkt den Charakter :o))

Auch während der Pausen, waren alle immer auf einem Haufen und hatten ihren Spaß und so etwas sieht man doch eher selten. Meistens ist es doch so, das sich die jungen Leute in eine Ecke verziehen und die älteren Herrschaften in die andere, doch hier war alles eine Einheit.

Von dem sogenannten „Generationskonflikt“ war keine Spur zu merken. Vielleicht, weil man das Ganze eher sportlich sieht?

Auch wenn mal während des Spiels dem einen oder anderen die Manieren abhanden kommen, wenn es für ihn  nicht so gut läuft, nach dem Spiel ist das alles wieder vergessen und man teilt sich eine leckere Bockwurst ;o)

Das einzige, wobei die Bubis unter den Kerlen „ausgegrenzt“ werden, sind die Trinkrunden, was auch zeigt, das bei allem Spaß nie die Verantwortung den Knirpsen gegenüber vergessen wird.

Und trotzdem oder gerade weil es dort diese ausgewogene Art und Weise des Miteinanders gibt, hat jeder seinen Spaß, egal wie jung oder alt er ist!